Ölmalerei- Painting

Die Farben
Sie sind Laune, Temperatur und Abstand.
Sie setzen sich in Bewegung. Wie ungestümes Wasser,
wie gemächlicher Schritt.
Sie leuchten oder trüben. Sie sind prächtig oder schlicht.
Sie sind neblig doch innig
Ich lasse mich davon fesseln.

Ich sehe, ich fühle, doch kann ich nicht zufassen.
Unbewusst folge ich ihnen,
fast schon nah, dann wieder ferner von mir.
Bald nah, bald fern.

Ich bin lange gefolgt,
so lange habe ich sogar es nicht gefühlt,
dass die Zeit unbemerkt verflossen ist.
Im Gegenteil meine ich,
dass ich immer noch so jung bin wie ich damals antrat,
als ob die Zeit für mich stockte.

Aber Farbe ist nie alt geworden.
Erscheint immer wie bei der ersten Begegnung.
Ich wandere den Weg entlang,
und habe meine Liebe, meinen Hass, mein Lächeln,
meine Tränen aufgelesen.
Glück läuft Hand in Hand mit Qual,
werden sich nie verlieren.

Sie sind mir schöne Landschaft. Ich beschreibe sie.
Tatsächlich, diese Landschaft war schon lange da, bevor ich sie gesehen
habe.
Ich habe nur geholfen, sie zu finden.

Die letzte Zukunft, die wir begrüßen werden, genau wie Vergangenheit, entfaltet sich in der Erinnerung.

Hoffnung und Erinnerung sind zu einer weile erstart,
Bevor ich sie gefunden habe, beleiben Sie noch Zukunft.
Nachdem ich gemalte habe, sind sie zur Vergangenheit geworden.
Aber in jeden fall, waren sie schon lange her.
ein gewünschtes Sein ,eine existente Zukunft.

Ich bespreche mich mit den Farben.
Ich frage. Ich höre an.
Wir sind vom frühen Morgen bis zum späten Abend zusammen gewesen,
lass mich einen Rausch finden.
Ich versuche den Farben näher zu sein, um ihre tiefste Seele auszudrücken.
Tatsächlich habe ich Erfahrungen vermieden und Wünsche verlassen,
die Farbe zeigt alles selbst.

Wir besprechen.
Das Thema endet nie, das Bild wird immer weiter.
Man sieht keine Folgerung, jedoch ein Protokoll
von Fragen und Antworten.

Eine Form ohne Grenze, die in keine Schranken gewiesen.
Ein Gefühl, das ohne Ahnung ist.